2001 yılında ırkçı saldırı sonucu hayatını kaybeden Süleyman Taşköprü'nün isminin Hamburg'da bir sokağa verilmesi dolayısıyla düzenlenen tören

Mehmet Fatih Ak 26.06.2014
Sehr verehrte Familie Taşköprü,
Sehr verehrte Frau Staatsministerin Özoğuz,
Sehr verehrte Frau Senatorin Prof. Kisseler,
Sehr verehrte Frau John,
Sehr geehrte Frau Dr. Melzer,
Sehr geehrter Herr Özdemir,
sehr geehrte Abgeordnete Herr ……
meine sehr verehrten Damen und Herren,



Süleyman Taşköprü wurde am 27. Juni 2001 durch rechtsextreme Terroristen auf brutalste Weise ermordet. Die gewalttätigen Hände haben neben Süleyman und weiteren sieben türkischen Staatsbürgern, einen griechischen Staatsbürger und eine deutsche Polizistin auf unmenschliche Weise ermordet. Diese auf eine rassistische Mentalität basierenden Morde, haben sowohl die türkische als auch die deutsche Gesellschaft, uns alle, zutiefst erschüttert. Das Lindern unserer Trauer ist nicht möglich.

Als eine Person, die an die Türkisch-Deutsche Freundschaft glaubt, habe ich grosse Schwierigkeiten damit, die dahinter stehende Denkart zu verstehen, verurteile sie zutiefst und glaube fest daran, dass wir uns in kürzester Zeit von dieser Krankheit befreien und unsere Wunden versorgen müssen.

Die Türkei und die Bundesrepublik Deutschland sind zwei befreundete und verbündete Partner, die in zahlreichen Bereichen und Gebieten intensive Beziehungen führen. Vor mehr als einem halben Jahrhundert wurden die türkischen Staatsbürger als Arbeitskräfte nach Deutschland eingeladen, um zum Beleben der Wirtschaft und dem Aufschwung des Landes beizutragen. Heute steht die deutsche Wirtschaft mit dem wertvollen Beitrag der Türken mit Standhaftigkeit aufrecht. In der Bundesrepublik Deutschland leben ungefähr 3 Millionen türkische und türkischstämmige Menschen. Man findet innerhalb der Türkischen Gemeinde in Deutschland zahlreiche Personen, die auf Gebieten wie Wirtschaft, Kultur, Sport oder auf anderen Lebensbereichen großen Erfolg leisten.

Der verstorbene Süleyman Taşköprü war ebenso ein in dieser Gesellschaft aufgewachsene Mensch, der seinem sozialen –und wirtschaflichen Umfeld nützliche Beiträge leistete. Die Mörder kannten ihn nicht. Er wurde nur aufgrund seiner unterschiedlichen Identität, seines Aussehens, kurz gesagt weil er Türke (Ausländer) war als Zielscheibe ausgewählt. Die Kugeln trafen Süleyman, aber das eigentliche Ziel war die Türkische Gemeinde. Es hätte anstelle von Süleyman Taşköprü ein anderes Kind, den Vater einer anderen Familie oder einen Verwandten von uns oder gar uns selbst treffen können.
Die Absicht des rechtsextremen Terrors ist es, in der deutschen Gesellschaft den Unterschied zwischen heimisch und fremd zu schüren, Hassgefühle zu säen und die Menschen gegeneinander aufzuhetzen. Aus diesem Grunde sind diese Morde unser aller Anliegen aus welchen wir Lehren ziehen müssen.

Es verdient grossen Respekt, dass die Familie Taşköprü, die trotz der ganzen Vorfälle, ihre Geduld, ihre Ausdauer und Ausgeglichenheit und ihren gesunden Menschenverstand bewahrt hat und sich nicht auf Provokationen eingelassen hat.

Die Opferfamilien mussten sehr großen Schmerz erleiden. In der Presse versuchte man diese Morde als ‘Döner-Morde’ zu vereinfachen und sie wurden als gewöhnliche kriminelle Taten ermittelt. Während der Ermittlungen wurden die Ermordeten und ihre Familien nicht als Opfer, sondern nahezu als Beschuldigte dargestellt. Während man den Aussagen der Familien keine Bedeutung beimaß, wurden die Täter in anderen Kreisen gesucht.

Es ist traurig und macht uns nachdenklich, dass die kaltblütigen Morde an acht Menschen mit türkischen Wurzeln als familiäre oder Mafia-Abrechnungen deklariert wurden und somit der Rassismus außer Acht gelassen wurde. Das hat das Leid der Opfer vervielfacht und das Vertrauen an den Rechtsstaat geschwächt. Es ist wichtig, dass alle Einzelheiten der NSU-Morde ans Tageslicht gebracht werden, so dass das verlorene Vertrauen wiederhergestellt wird. Daher ist der Prozess in München von großer Bedeutung. Ich selbst konnte mir ein Bild davon machen, da ich im Januar dieses Jahres einem Prozesstag persönlich verfolgen konnte. Dies sind auch die Erwartungen der türkischen Bevölkerung.
In Zeiten wie diesen, bedarf es der Stärkung des gegenseitigen Verständnisses, der Empathie, der Solidarität und des Dialoges, wie niemals zuvor. Aus diesem Grunde erhoffe ich mir, dass es aufgrund dieser Ereignisse, die uns alle zutiefst erschüttert haben, zu keiner Beeinträchtigung der Beziehungen zwischen unseren Landsleuten und unseren deutschen Freunden geben wird, sondern ganz im Gegenteil, dass das gegenseitige Verständnis und die Solidarität gestärkt wird. Genauso wie jetzt mit unserer Anwesenheit hier und heute für die Umbenennung dieses Abschnittes zur „Süleyman Taşköprü Straße“ der Fall ist.

Die Solidarität, die die Altonaer -und Hamburger Bevölkerung heute gezeigt hat, hat mich sehr beeindruckt.

Ich danke von ganzem Herzen insbesondere all denjenigen die für die Initiative der Namensänderung der Straße beigetragen und allen, die ihren Platz an der Seite der Opferfamilien eingenommen haben und somit ihre Ablehnung gegen den rechtsextremen Terror gezeigt haben.
Ich wünsche dem verstorbenen Süleyman Taşköprü Gottes Segen, spreche den Angehörigen und uns allen mein herzliches Beileid aus und danke Ihnen für ihr heutiges Kommen.

Pazartesi - Cuma

09:00 - 12:00 / 14:00 - 16:00

30.3.2018 30.3.2018 Paskalya Arifesi
2.4.2018 2.4.2018 Paskalya
1.5.2018 1.5.2018 İşçi Bayramı
10.5.2018 10.5.2018 Hz. İsa'nın Göğe Yükselişi
21.5.2018 21.5.2018 Küçük Paskalya
15.6.2018 15.6.2018 Ramazan Bayramı 1. Gün
21.8.2018 21.8.2018 Kurban Bayramı 1. Gün
3.10.2018 3.10.2018 AFC Milli Günü
29.10.2018 29.10.2018 29 Ekim Cumhuriyet Bayramı
31.10.2018 31.10.2018 Reformasyon Tatili
25.12.2018 26.12.2018 Noel Tatili
26.12.2018 26.12.2018 Noel Tatili 2.gün