1992 yılında Mölln’de aşırı sağcılar tarafından evlerinin kundaklanması sonucu hayatlarını kaybeden üç vatandaşımız için düzenlenen törende yapılan konuşma

Mehmet Fatih Ak 23.11.2013
Sehr verehrter Bürgermeister Herr Wiegels,
Liebe Familie Arslan und liebe Familie Yılmaz,

Sehr verehrte Damen und Herrn,

Ich begrüße Sie auch im Namen des türkischen Botschafters Sein Exzellenz Herrn Karslıoğlu. Er konnte heute leider nicht nach Mölln kommen. Aber er richtet seine tiefsten Mitgefühle und Grüße an alle anwesenden aus.

Meine sehr verehrte Damen und Herren,

Durch einen Anschlag von Rassisten am 23. November 1992 hier in Mölln haben zwei Familienangehörige der Familie Arslan und ein Familienangehöriger der Familie Yılmaz ihr Leben verloren. Dieser Anschlag hat nicht nur zwei Familien zerstört, sondern auch die gesamte türkische Gemeinde zutiefst erschüttert. Wir erinnern uns heute nicht nur an diesen bitteren Tag, sondern tragen auch die Lehren dieses Schmerzes in die Zukunft.

Obwohl 21 Jahren seit diesem schrecklichen Ereignis vergangen sind, stellen wir mit Bedauern fest, dass sich heutzutage in Deutschland noch immer fremdenfeindliche und rassistische Übergriffe ereignen und dass Vertreter einer krankhaften Mentalität das Klassifizieren der Menschen nach Religion und ethnischer Herkunft noch immer fortführen. Wir verfolgen seit fast zwei Jahren die Entwicklungen über die NSU Morde mit Besorgnis, wobei acht türkische und ein griechischer Staatsbürger und eine deutsche Polizistin brutal ermordet wurden.

Die Erfahrung, dass diese Morde in den vergangenen 12 Jahren von terroristischen Neo-Nazis begangen worden sind, zeigt, dass die Sensibilität unserer in der Türkei und Deutschland lebenden Bürgern gegenüber Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und die Warnungen vor diesen Gesinnungen und deren Vergehen angebracht waren.

Wie erwähnt, alle Übergriffe mit rassistischem Hintergrund, alle ähnliche Geschehnisse, die vom einer kranken Mentalität verübt worden sind, haben im Gedächtnis der Betroffenen, ihren Angehörigen und der türkischen Bevölkerung, welche seit vielen Jahren den hiesigen Gesetzen respektvoll folgt und einen wichtigen Beitrag zur deutschen Wirtschaft leistet, tiefe Spuren hinterlassen. Die brutalen rassistischen Anschläge seit der NS-Diktatur haben in der gesamten internationalen Gemeinschaft Anteilnahme gefunden.

Das Möllner Drama ist in den vergangenen 21 Jahren weder von der schmerzerfüllten Familien noch von der türkischen Gemeinde in Deutschland vergessen worden. Zu erwarten, dass dieses in Vergessenheit geraten würde, wäre auch nicht richtig. Die Wunden dieses traurigen Geschehens sollten nicht aus dem Gedächtnis gelöscht werden, um als Lehre und zum Verhindern ähnlicher Anschläge zu dienen.

Es ist leider nicht auszuschlissen, dass fremdenfeindliche Tendenzen wieder in Erscheinung treten. Auch wenn als Gründe unter anderem wirtschaftliche genannt werden, kann dieses nicht als Entschuldigung gelten. Daher erwarten wir, dass sich neben den deutschen Behörden auch die Öffentlichkeit und die Medien dem Thema sensibel widmen und Beiträge meiden, welche als Grundlage zu solchen Anschlägen führen könnten.

Es kann keine Entschuldigung für eine solche menschenfeindliche Straftat geben. Um der Türkischen Gemeinde und allen Mitbürgern mit ausländischen Wurzeln in Deutschland ein Leben in Frieden und Harmonie zu ermöglichen, ist es von großer Wichtigkeit, dass unsere Bürger und die zivilrechtlichen Organisationen die Arbeiten der deutschen Behörden konstruktiv unterstützen und Angriffe unserer Gemeinde gegenüber im Rahmen der demokratischen Rechte angehen.



In diesem Rahmen hat dieser seitens der türkischen und deutschen Gemeinde organisierte Gedenktag eine weitere wichtige Bedeutung, weil hier alle Organizatoren/Parteien und Teilnehmer gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vereint zu Werke gehen. Wir verurteilen diese schrecklichen Ereignisse und möchten durch das gemeinsame Gedenken zukünftigen ähnlichen Übergriffen entgegentreten.
Wir erwarten von den deutschen Behörden, dass sie heute und in der Zukunft alle erdenklichen Vorkehrungen gegen fanatische Strömungen treffen und Straftaten, die in diesem Zusammenhang geschehen sind, aufzuklären.

An dieser Stelle möchte ich die Bitte der Familie Arslan für Umbenennung der Nebenstraße des verbrennten Hauses als „Bahide Arslan Straße“ äußern und mitteilen, dass wir dieses Verlangen auch unterstützen.

Mit herzlichen Grüßen und innigster Zuneigung.

Erlauben Sie mir bitte einige Worten auf Türkisch zu sagen;

Değerli misafirler,

Sözlerime 21 yıl önce Mölln‘de hayatlarını kaybeden Yeliz Aslan, Ayşe Yılmaz ve Bahide Arslan’a Allah‘tan rahmet, geride kalan aile bireylerine ve Almanya Türk Toplumuna başsağlığı ve sabır dileklerimle son vermek istiyorum. Burada bulunan aile fertlerinin acısını yürekten paylaşıyorum.

Allah bize bir daha böyle bir acı yaşatmasın.

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