Hamburg Başkonsolosu Sayın Yonca Sunel’in 29 Ekim Cumhuriyet Bayramı Konuşması

Yonca Sunel 29.10.2018
Sehr geehrter Staatssekretär der Behörde für Inneres und Sport Herr Christoph Holstein,
geehrte Vertreter der Hamburgischen Bürgerschaft und des Schleswig-Holsteinischen Landtags,
verehrte Mitglieder des Konsularischen Korps,
Sehr geehrte Amtsleiterin des Staatsamtes in der Senatskanzlei Frau Corinna Nienstedt,
verehrte Bürgermeister,
Sehr geehrte Mitglieder der türkischen Gemeinschaft in Hamburg und Schleswig-Holstein,
meine geschätzten deutschen Freunde,
geehrte Vertreter der Presse,
Meine Damen und Herren,

Sie ehren uns alle mit Ihrer Teilnahme an unserem Empfang, den wir anlässlich des 95. Gründungstages der Republik Türkei veranstalten.

Herzlich willkommen…

Sehr geehrte Freunde

Nun werde ich meine Rede in meiner Muttersprache fortsetzen.
die Deutsche Übersetzung der nachstehenden Worte können Sie an den Bildschirmen im Saal verfolgen.

Liebe Gäste,

der 29. Oktober 1923 ist für uns nicht nur das Datum der Gründung der Republik Türkei. Der 29. Oktober beinhaltet auch die Geburt eines neuen Staates, welcher auf den Grundlagen von tausenden Jahren historischer und kultureller Werte aufgebaut wurde sowie die Bestätigung der Existenz einer Nation nach dem Kampf des Unabhängigkeitskriegs.

Der 29. Oktober ist der Beginn eines Marsches auf dem Weg ins Zeitgenössische, der niemals enden wird. Ich gedenke noch einmal in Mitgefühl, Dankbarkeit und Respekt an den Anführer dieses Marsches, dem Gründer der Republik Türkei, Mustafa Kemal Atatürk und seinen Wegbegleitern sowie den Gefallenen auf dem Weg in die Unabhängigkeit und im Kampf gegen den Terrorismus und verneige mich respektvoll vor unseren Veteranen.

Erst einmal möchte ich Ihnen die Grußworte unseres verehrten Staatspräsidenten zur Feier des Nationalfeiertages vorlesen.

“Zum 29. Oktober, dem Tag der Republik gratuliere ich all unseren im In- und Ausland lebenden Bürgerinnen und Bürgern sowie unseren Freunden, die diesen stolzen Tag mit uns teilen.

Am 95. Jahrestag der Verkündung unserer Republik, gedenke ich respektvoll aller unserer Helden und insbesondere Gazi Mustafa Kemal Atatürk, die bei unserem Sieg über den Befreiungskrieg und der Gründung unseres neuen Staates eine führende Rolle spielten.

Ich möchte unseren Abgeordneten, die sich für die Befreiung, Entwicklung, das Wachstum und die Stärkung unseres Landes als Vertreter unseres nationalen Willens von Beginn der Ersten Versammlung bis heute einsetzen, unseren Dank aussprechen.
Ich wünsche allen unseren Vorfahren, Märtyrern und Kriegsveteranen, die für jeden Winkel unserer tausendjährigen Heimat Anatolien Blut vergossen und große Mühe aufgewendet haben, Allahs Segen.

Die geschätzten Erinnerungen unserer Sicherheitskräfte sowie Bürgerinnen und Bürger, die im Kampf gegen den Terror und am 15. Juli ums Leben kamen, werden für immer im Herzen unserer Nation bleiben und ihren Platz in der Identität unseres Staates bewahren.
Ich betrachte jeden Schritt, den wir in unseren Bemühungen, unser Land „über das Niveau der modernen Zivilisationen hinauszutragen“ im Hinblick auf die fortschrittliche Demokratie und einer starken Wirtschaft verzeichnet haben, als ein Licht für unsere ruhmreiche Zukunft.
Unser neuer Flughafen in Istanbul, den wir heute einweihen, ist eines dieser Lichter.

So Allah will, werden wir unsere große und ewige Reise, beginnend mit dem Seldschukischen Reich über das Osmanische Reich bis hin zur jungen Republik Türkei, mit unseren Zielen für 2023 krönen und sie mit unseren Visionen für 2053 und 2071 auf ein höheres Niveau bringen.
Jede Entwicklung, die von Manzikert ausgeht und mit unseren Siegen in Çanakkale, Kut'ul Amare, Dumlupınar und Zypern im letzten Jahrhundert und unserer humanitären Haltung in Syrien fortschreitet, ist das Symbol der noblen Haltung unserer Nation.

Gleichzeitig nährt, belebt und setzt jeder Erfolg der Türkei die Hoffnungen in den Herzen der Unterdrückten und Opfer in unserer Region und auf der ganzen Welt sowie im gemeinsamen Gewissen der Menschheit, in Bewegung.

Aus diesem Grund steht unser Land bei der humanitären Hilfe im Verhältnis zu seinem Volkseinkommen an erster Stelle, obwohl es die 17. größte Volkswirtschaft der Welt ist.
Während alle ihre Türen und Herzen für Asylbewerber verschlossen hatten, begrüßte die Türkei sie herzlich und war das einzige Land, das seiner humanitären Verantwortung wahrhaftig nachkommt.

Als eine Nation, die ihr Haus und ihr Brot mit den Unterdrückten teilt -anstatt ihnen den Rücken zu kehren- und immer ihre Entscheidungen zugunsten der Gerechtigkeit trifft, ist es eine Ehre für uns, Geschichte zu schreiben.

Von dieser Haltung werden wir niemals abgehen und auch nicht zulassen, dass Hindernisse, Sabotage oder Streiche uns von unseren Zielen abbringen.

Wir werden weiterhin mit aller Kraft daran arbeiten, dass die Republik Türkei für immer bestehen bleibt, deren 95. Gründungstag wir heute feiern.

Mit diesen Gedanken gratuliere ich noch einmal zum Tag der Republik am 29. Oktober.“



Liebe Gäste,

in den vergangenen 95 Jahren hat die türkische Nation niemals ihre Treue für demokratische Werte verloren. Die Ereignisse in der Nacht des 15. Juli 2016 sind ein Beweis dafür. In dieser Nacht, in der die Republik Türkei und die Demokratie das Ziel eines heimtückischen Putschversuches wurde, hat sich das Volk für seinen Staat, für die Republik und die Demokratie eingesetzt und ohne Rücksicht auf Verluste, diese für ihn heiligen Werte verteidigt. Wir erwarten von befreundeten Ländern, dass sie uns bei dem Kampf gegen die Terrororganisation FETÖ unterstützen.

Sehr verehrte Gäste,

die Republik Türkei hat in der vergangenen Periode im politischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich große Fortschritte gemacht und ist heute ein angesehenes und aktives Mitglied der internationalen Gemeinschaft geworden.

Die Türkei, deren Priorität nach Mustafa Kemal Atatürks Prinzip: „Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt“ internationaler Frieden, Stabilität und Zusammenarbeit ist, geht heute einen auf unternehmerischem und humanitären Ansatz konzentrierten Weg in der Außenpolitik. Die Türkei hat sich im Jahr 2017 durch humanitäre Hilfeleistungen in Höhe von 8.07 Milliarden Dollar weltweit auf Platz eins vorgearbeitet. In Bezug auf das Verhältnis von humanitärer Hilfe zu seinem Volkseinkommen, hat die Türkei in diesem Jahr den Titel "das großzügigste Land der Welt" zu sein verteidigt.

Neben dem Engagement der Republik Türkei, die von Afrika bis Lateinamerika, von Myanmar bis nach Palästina und Jemen sowohl auf bilateraler Basis als auch in Zusammenarbeit mit den UN Institutionen humanitäre Hilfe geleistet hat, ist es dazu das Land, welches weltweit die meisten Flüchtlinge aufgenommen hat.

Heute übernimmt die Türkei wichtige Rollen auf regionaler Ebene und stellt durch ihr Mitwirken, gegen Risiken und Prüfungen, mit denen die Menschheit konfrontiert ist, den Strukturen der internationalen Organisationen einen konstruktiven Beitrag ein.
Einige Beispiele, die den Ansatz unseres Landes darstellen sind die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Terrorismusbekämpfung, die politische Lösung des Syrienkonflikts auf der Grundlage festgelegter Vorgaben von UN-Parametern, die Expansion- und Partnerschaftspolitik mit Afrika, des Asien-Pazifikraums, Lateinamerikas und der Karibik.

Die junge türkische Republik, die während des damaligen Befreiungskampfes mit einer Bevölkerungszahl von 13 Millionen Bürgern vor 95 Jahren fast seine gesamte gut ausgebildete junge Bevölkerung verloren hat, ist jedoch heute die 17. größte Wirtschaft weltweit. Dieser Erfolg ermutigt uns, in die Top 10 der Weltwirtschaft zu kommen und die Ziele zu erreichen, die wir für das Jahr 2023, den 100. Jahrestag unserer Republik, gesetzt haben. Das Präsidialsystem zielt darauf ab, unsere Vision von 2023 durch seine Möglichkeiten der Leistungen, schnell und effektiv den Anforderungen der Ära entsprechend, zu erreichen.

Liebe Gäste,

die Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland stehen auf einem soliden und verwurzelten Fundament. Die Existenz von mehr als 3 Millionen Menschen türkischer Abstammung in Deutschland macht die Beziehungen zwischen unseren Ländern besonders und stark.

Um die schwierige Zeit zwischen der Türkei und Deutschland zu überwinden, wurden 2018 wichtige Schritte unternommen. Während des ganzen Jahres fanden Besuche auf Ministerebene statt; Nach dem Übergang zum Präsidialsystem verwirklichte unser verehrter Präsident seinen ersten Staatsbesuch nach Deutschland. In beiden Ländern gibt es einen gemeinsamen Willen, die Unruhe der bilateralen Beziehungen zu überwinden. Die gemeinsamen Interessen und Zusammenarbeit in regionalen Themen, die intensiven wirtschaftlichen und kommerziellen Beziehungen, menschliche Verbindungen verpflichten uns auch dazu. Wir sind davon überzeugt, dass die Zusammenarbeit und der Dialog künftig verstärkt fortgeführt werden. Tatsächlich hat der Besuch der Türkei von Deutschlands Wirtschaft und Energieministers, Herrn Peter Altmaier mit deutschen Unternehmern zusammen letzte Woche den Grundstein zur Gründung neuer Kooperationen gelegt.

Sehr geehrte Gäste,

morgen ist der 57. Jahrestag der Unterzeichnung des Anwerbeabkommens zwischen der Türkei und Deutschland. Bei dieser Gelegenheit, möchte ich die erste Generation türkischer Bürger ehren, die zu dieser Zeit als „Gastarbeiter“ bezeichnet, mit ihren deutschen Freunden gemeinsam eine der stärksten Wirtschaftskraft Europas aufgebaut und vor allem mit dem Überweisen von Devisen in die Türkei einen wichtigen Beitrag zur türkischen Wirtschaft geleistet haben, kurz gesagt dazu beigetragen haben, mit ihrem Schweiß der nächsten Generation in Deutschland und der Türkei den Weg geebnet zu haben.

Heute weißt die jetzige Generation der türkischen Gesellschaft, Politiker, Geschäftsleute, Akademiker, Wissenschaftler, Künstler und Sportler mit bedeutenden Erfolgen in Deutschland auf.
Jedoch, das Hinterfragen der Treue von Personen türkischer Herkunft, die Präsenz rassistischer und fremdenfeindlicher Übergriffe gegenüber türkischen Unternehmen, Moscheen oder Einzelpersonen und einige diskriminierende Praktiken im alltäglichen Leben, die weiterhin erlebt werden, verletzt die türkische Gemeinde in Deutschland zu tiefst.

Die gemeinsame Erwartung aller ist dabei, ungeachtet dessen obgleich die Anschläge und Übergriffe von rassistischen und fremdenfeindlichen Gruppen oder von Mitgliedern terroristischer Organisation wie der PKK, PYD/YPG oder der DHKP-C durchgeführt wurden, die Ergreifung der Täter und die entsprechende Verurteilung zu Strafen, die dem öffentlichen Gewissen gerecht werden.

Die Integration, die nun seit fast 60 Jahren diskutiert wird, ist im Wesentlichen ein Prozess, der allen Parteien Verantwortung auferlegt. Während die türkische Gesellschaft ihre Verbindungen zu ihren Wurzeln aufrecht erhält, besteht kein Zweifel daran, dass sie ihrer Verantwortung gegenüber Deutschland, wo viele auch Eigenheime besitzen, weiterhin nachkommen werden. Die gute Ausbildung der jüngeren Generation und die Erziehung einzelner Individuen, vermischt mit kulturellen und nationalen Werten, die sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind, ist unsere gemeinsame Aufgabe. Dafür ermutigen wir alle Eltern und zivilgesellschaftliche Organisationen aktiver zu sein, um in den höheren Genuss der Bildungsmöglichkeiten für unsere Kinder zu kommen und sie in den hamburgischen bilingualen Klassen anzumelden, in denen türkische Sprache- und Kulturunterricht angeboten.

Liebe Freunde,

ich bin gerade dabei, das erste Jahr meines Dienstes in Hamburg zu vollenden. Ich denke, dass die besten Worte um Hamburg zu beschreiben, Eleganz, Kultur und Geschichte, Handel und Innovation, Multikulturalismus und die daraus resultierende Synergie sind.

Hamburg ist von besonderer Bedeutung für die Vertretung der türkischen Präsenz in Deutschland. Nach der Gründung der jungen türkischen Republik im Jahr 1923, wurde eines ihrer ersten Generalkonsulate im Jahr 1925 in dieser schönen Stadt Hamburg eröffnet. Mehr als 90.000 in Hamburg lebende Türken verstärken heute in jeder Hinsicht unsere historische Verbundenheit, tragen sie in andere Dimensionen und leisten einen wesentlichen Beitrag zur sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Identität Hamburgs.

Ich möchte hier noch einmal betonen, dass wir bereit sind unsere Zusammenarbeit mit den Behörden in Hamburg und Schleswig-Holstein weiter zu verstärken, um vordergründig Projekte für Jugendliche und Senioren zu fördern, und unsere gemeinsamen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen weiter zu entwickeln.

Abschließend möchte ich allen Mitarbeitern des Generalkonsulates für ihre wertvolle Arbeit danken.

Mit diesen Gedanken, beglückwünsche ich uns zum Tag der Republik und danke unseren ausländischen Freunden, dass sie diesen besonderen Tag mit uns zusammen begehen.

Nun möchte ich Herrn Christoph Holstein, Staatssekretär der Behörde für Inneres und Sport aufs Podium einladen.

Pazartesi - Cuma

09:00 - 12:00 / 14:00 - 16:00

30.3.2018 30.3.2018 Paskalya Arifesi
2.4.2018 2.4.2018 Paskalya
1.5.2018 1.5.2018 İşçi Bayramı
10.5.2018 10.5.2018 Hz. İsa'nın Göğe Yükselişi
21.5.2018 21.5.2018 Küçük Paskalya
15.6.2018 15.6.2018 Ramazan Bayramı 1. Gün
21.8.2018 21.8.2018 Kurban Bayramı 1. Gün
3.10.2018 3.10.2018 AFC Milli Günü
29.10.2018 29.10.2018 29 Ekim Cumhuriyet Bayramı
31.10.2018 31.10.2018 Reformasyon Tatili
25.12.2018 26.12.2018 Noel Tatili
26.12.2018 26.12.2018 Noel Tatili 2.gün